Abbau-und Eliminations-Test für Tenside zur Simulation kommunaler Kläranlagen:

(nach DIN 38412-L26 (Mai 1994))

 

Bei diesem Testverfahren wird Belebtschlamm aus kommunalen Kläranlagen und synthetisches Abwasser zur Prüfung der biologischen Abbaubarkeit bzw. Eliminination von Tensiden verwendet. Als Prüfapparaturen dienen Labor-Belebtschlammanlagen, denen kontinuierlich synthetisches Abwasser, das die Prüfsubstanz enthält, zugeführt wird. Für die Bestimmung der vollständigen Abbaubarkeit bzw. Eliminierbarkeit (Summenparameter-Analysen) muß eine Kontrollanlage betrieben werden, die mit prüfsubstanzfreiem synthetischem Abwasser gespeist wird. Die Prüf- und Kontrollanlagen werden nach einem Überimpfungsverfahren gekoppelt betrieben.

 

Infolge der Verwendung einer geringen Belebtschlammbelastung und einer realistischen mittleren hydraulischen Verweilzeit (6 Stunden) wird eine gleichmäßig gute Nitrifikation sichergestellt. Damit simuliert das Verfahren die mit Belebtschlamm betriebenen kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen (Kläranlagen).

Bei dem Testverfahren sind nichtbiologische Eliminationsvorgänge nicht ausgeschlossen. Es wird der Abbau- bzw. Eliminationsgrad der Prüfsubstanz gemessen. Je nach Verlauf der Eliminationskurve und nach vorliegenden Zusatzinformationen kann zwischen biologischen und nichtbiologischen Vorgängen unterschieden und eine Aussage zur biologischen Abbaubarkeit vorgenommen werden.

 

Das Verfahren ist für wasserlösliche Tenside entwickelt worden, die mit Hilfe spezieller bzw. summarischer Analysenverfahren erfaßt werden können. Das Verfahren ist auch auf andere organische Stoffe anwendbar, die wasserlöslich sind und über einen geringen Dampfdruck verfugen.

 

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